VDMA Thermoprozesstechnik: Weltmarktführer Deutschland behauptet sich

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Zum Jahresende 2015 konnten die deutschen Hersteller von Thermoprozesstechnik ein Auftragsplus von 6 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 verbuchen.

Insbesondere aus Europa gingen wieder mehr Aufträge (plus 30 Prozent) ein. Eine deutliche Aufhellung des Trends, nachdem 2014 mit einem Rückgang der Umsätze um 9 Prozent zu Ende gegangen war.

Umsatzseitig bleibt der Abschluss 2015 mit minus 2 Prozent leicht unter den Erwartungen. Hier schlägt sich noch die Investitionszurückhaltung europäischer Kunden aus dem Jahr 2014 nieder.

Nachdem sich die Stimmung der deutschen Ofenbauer im Jahr 2014 laut dem entsprechenden ifo-Geschäftsklima-Index massiv eingetrübt hatte, hat sich dessen Trend im vergangenen Jahr deutlich erholt. Dadurch näherte die Branche sich, nach dem starken Auseinanderdriften 2014, wieder dem Verlauf des Gesamt-Maschinenbaus an und bekräftigt die im Vergleich zum Vorjahr verbesserte Stimmung bei den Industrieofenbauern.

Den deutschen Herstellern von Thermoprozesstechnik ist es im vergangenen Jahr erfolgreich gelungen, trotz weiterhin bestehender geopolitischer Risiken sowie rückläufiger Wachstumsraten in China, ihre weltweiten Ausfuhren zu erhöhen. Mit einem Wert von über 1,6 Milliarden Euro lagen die weltweiten Lieferungen der deutschen Thermoprozesstechnik-Hersteller im Jahr 2015 um knapp 3 Prozent über dem Vorjahr. Im Aufwärtstrend waren die Lieferungen nach Nordamerika und Mexiko. Allein in die USA wurde Thermoprozesstechnik im Wert von 149 Mio. Euro geliefert (plus 11,5 Prozent). Nahezu  verdoppeln konnten die Ofenbauer die Lieferungen nach Mexiko – auf einen Wert von 40 Mio. Euro. Im Gegensatz dazu nahm der Wert der Lieferungen nach Indien um fast 7 Prozent (rund 28 Mio. Euro) und nach Russland um über 20 Prozent (85 Mio. Euro) ab. Auf den südostasiatischen Märkten konnten Zuwächse der Exporte nach Malaysia sowie auf die Philippinen und nach Vietnam erzielt werden (plus 38 / plus 206 / plus 41 Prozent). China blieb weiterhin der größte Abnehmermarkt (272 Mio. Euro) für deutsche Industrieöfen. Dahinter steht allerdings ein marginaler Zuwachs von nur 1 Prozent. Anteil an der positiven Entwicklung haben aber auch Zuwachsraten auf wichtigen europäischen Märkten wie Österreich (plus 30 Prozent) und Italien (plus 26 Prozent). Im genannten Zeitraum beliefen sich die deutschen Ausfuhren in die EU insgesamt auf 577 Mio. Euro und lagen damit leicht über Vorjahresniveau (plus 3,4 Prozent).

Auch wenn die globalen Thermoprozesstechnik-Lieferungen aus China heraus einen an Dynamik kaum zu überbietenden Aufschwung genommen haben – im Jahr 2015 wurde Equipment im Wert von nahezu 1,5 Mrd. Euro geliefert – liegt der Schwerpunkt der Thermoprozesstechnik-Herstellung weiter in Europa und ihr Zentrum in Deutschland.